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Forschungsbereiche
Infektionen bei eingeschränkter oder fehlender Milzfunktion
Menschen mit fehlender und eingeschränkter Milzfunktion haben ein höheres Risiko an schweren Infektionen und Sepsis zu erkranken. Obwohl diese Prädisposition schon seit über 50 Jahren bekannt ist, wissen wir kaum etwas über die heutige Epidemiologie und die immunologische Ursachen für das erhöhte Sepsisrisiko. In einer Kooperation des Kompetenznetz Sepsis in Jena und des Zentrums für Chronische Immundefizienz in Freiburg (CCI) sowie der Infektiologie Freiburg startet nun in Kürze auf über 450 deutschen Intensivstationen die erste multizentrische, prospektive Kohortenstudie zur Sepsis nach Splenektomie ("SPLEEN OFF"). In der SPLEEN OFF Studie sollen erstmalig prospektiv klinische Charakteristika, mikrobiologische (Blutkulturdiagnostik, Erreger-PCR und Antigentests) und immunologische Daten erhoben werden, um Epidemiologie und Ursachen der Sepsis bei Asplenie besser zu verstehen. Studienleiter der SPLEEN OFF-Studie ist Prof. W.V. Kern und die Studie wird von Dr. C. Theilacker koordiniert. Mehr Informationen zur SPLEEN OFF Studie sowie zu unserer Spezialambulanz für Patienten mit Asplenie und einem von uns konzipierten Notfallausweis erhalten Sie unter unserer Homepage www.asplenie-net.org und www.uniklinik-freiburg.de/cci/live/klinische-studien.html
Bedeutung Zellwand von Enterococcus faecalis in der Pathogene und Wirtsimmunantwort
Enterococcus faecalis ist ein häufiger nosokomialer Infektionserreger. In den USA sind Enterokokken mit 10% der Infektionen der zweithäufigste noskomiale Erreger auf der Intensivstation. Bisher ist relativ wenig über die Interaktion zwischen Enterokokken und dem Wirtsimmunsystem bekannt. Zusammen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Hübner untersucht unsere Arbeitsgruppe Polysaccharidstrukturen, die opsonierenden Antikörpern erkannt werden und sich somit als Impfantigene eignen. Hierzu führen wir in Kooperation mit dem Forschungszentrum Borstel (AG Holst) Strukturanalysen von Enterokokken-Polysacchariden durch und charakterisieren diese Antigen in diversen in-vitro und in-vivo Modellen. Darüber hinaus untersuchen wir die Interaktion von Kohlenhydrat-Strukturen der Enterokokken-Zellwand mit dem Komplementsystem und Toll-like Rezeptoren des angeborenen Immunsystems.





